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Reformierte Identität

gelebt in der Kirchgemeinde Gossau ZH

 

98,75% der Weltbevölkerung sind nicht-evangelisch-reformiert. Reformierte Kirchen sind fast überall auf der Welt Minderheitskirchen. Die Schweiz ist eine der wenigen Ausnahmen. Doch Reformiert heisst nicht, dass alle gleich sind. Reformierte Kirchen sind auch in der Schweiz nur im Plural zu haben. Das zeigt sich einerseits in den unterschiedlichen Kantonalkirchen und auch in der Gemeindeautonomie vor Ort. Da stellt sich die Frage, was dann diese Minderheit zusammenhält und ihr Wesen ist. Die Formel «ecclesia semper reformanda» (Kirche, die sich immer wieder reformiert) (ver)wurzelt die Kirche in einer fortschreitenden Entwicklung. Kritik am Bestehenden und das Ringen um ein fassbares Verstehen der Gnade von Jesus Christus macht deutlich, dass reformiert nicht ohne Gemeinschaft funktioniert. Was ist aber, wenn «semper reformanda» zu einem Säkularisierungsprogramm wird und Kirche ihre prophetische und gesellschaftskritische Stimme verliert? Reformiert heisst nicht in erster Linie Strukturveränderung, sondern geistliche Erneuerung und ständige Hinwendung zu Jesus Christus. Die reformierte Identität orientiert sich an der Heiligen Schrift, der Bibel. In der Bibel offenbart sich Gott als Schöpfer und Richter, in der Person Jesu Christi und im Wirken des Heiligen Geistes.
Reformierte Identität gründet auch auf ihrer Tradition. Es ist ein Irrtum, die reformierte Tradition lediglich in der Reformation des 16. Jahrhunderts zu begründen. Als Reformierte sind wir, kirchengeschichtlich gesprochen, drei Viertel katholisch. Wir gründen auf der Tradition der katholischen, d.h. der allgemeinen Kirche Christi.
In diesem Kontext stellen wir uns als reformierte Kirche Gossau die Frage nach unserer Identität. Wir suchen nach reformatorischen Grundlagen und geschichtlichen Bezügen. Wir blicken zurück über die letzten vierzig Jahre und wagen einen Ausblick in die weitere Entwicklung dieser Kirchgemeinde.

 

Programm

Die folgenden drei Anlässe werden jeweils an einem Tag zwei Mal durchgeführt. Damit wird für all jene eine Teilnahme möglich, die nicht am Abend diesen Anlass besuchen möchten oder können.


Die Zeiten dieser wiederholenden Blöcke sind:


15.30 Uhr Zvieri mit Kuchen und Kaffee
16.00 Uhr Beginn der Veranstaltung
18.00 Uhr Ende

 

19.30 Uhr Apéro

20.00 Uhr Beginn der Veranstaltung

22.00 Uhr Ende


7. Januar 2016

Unsere reformierten Wurzeln – Landes- und Freikirchen im Vergleich
mit Pfr. Johannes Huber

14. Januar 2016

Unsere Geschichte als ref. Kirchgemeinde Gossau, die uns trägt und prägt
mit Markus Hardmeier, Sozialdiakon
Gäste: Daniel von Orelli und Samuel Kuster

21. Januar 2016

Ausblicke – unsere Kultur, die wir leben möchten
mit Hansjörg Herren, Kirchenpflegepräsident Gossau ZH und Pfr. Christian Meier

 

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