Fokus Afrika

Es geht uns allen, die diesen Text lesen, materiell besser als der Mehrheit der Weltbevölkerung. Das beschäftigt immer mehr Leute in unserer Gemeinde. Als Gemeindeleitung wollen wir das Bewusstsein stärken, dass nicht wir in der "Ersten Welt" leben und andere halt in der "Dritten Welt", sondern dass es eine einzige Welt gibt, in der je länger je mehr die allermeisten Menschen mindestens wirtschaftlich schier unlösbar miteinander vernetzt um nicht zu sagen verfilzt sind.

 

Wir sind überzeugt, dass ein wesentlicher Teil unseres Auftrags als Gemeinde im Bereich der Solidarität mit den Armen liegt. Diesen können wir besser erfüllen, wenn wir nicht wahllos in alle Richtungen helfen sondern uns fokussieren. Die Kirchenpflege und die Vorstände von Cevi und KGV haben anfangs 2007 auf Antrag der Missionskommission beschlossen, den Fokus unseres Einsatzes für die Benachteiligten unserer Welt auf Afrika zu richten. Seit jeher wurden aus unserer Gemeinde Kirchen und ihre Projekte in Afrika unterstützt. Ältere Gemeindeglieder erinnern sich an die Basler-Mission, deren Mitteilungsblatt bis vor wenigen Jahren vielen Leuten ins Haus gebracht wurde. Unter dem Namen mission 21 ist dieses Werk noch heute sehr wirkungsvoll in Afrika tätig.
Immer wieder ertönen Stimmen, die Afrika verloren geben und grundsätzlich Unterstützung dieses ärmsten der Kontinente als Fass ohne Boden bezeichnen. Wir sehen, dass viele vor allem auch langjährig sorgsam begleitete Projekte diese pauschalen Behauptungen Lügen strafen.

Dass wir uns auf Afrika fokussieren, ändert aber nichts daran, dass wir andere Partnerschaften wie die Strassenkinderarbeit von Vreni Müllhaupt in Lima und die reformierte Kirchgemeinde Pákozd in Ungarn weiterhin pflegen.

Unser Ziel ist es nicht primär, armen Menschen Geld zum Überleben zu schicken, sondern dass wir als Gemeinde und als einzelne Christen immer mehr in dem Bewusstsein leben, dass wir mit 6'555 Millionen Menschen in einer Welt leben und diese Welt samt ihren Ressourcen auf allen Ebenen mit ihnen teilen. Die Frage ist nicht, ob wir teilen, die Frage ist, wie wir teilen.

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